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Mittwoch, 12-04-2017

Yoga als Therapie

Junge Frau im Freien

Den Einfluss von Yoga auf die Gesundheit haben sogar Allgemeinmediziner längst erkannt. Nicht selten wird den Patienten Sport zur Genesung empfohlen, darunter auch immer öfters Yoga. Fragt man sich nun, worin die stärkende Kraft des Yoga besteht, so kann man sie auf eine Formel bringen. Yoga ersetzt die passive Hyperämie durch eine aktive. Hyperämie bezeichnet eine erhöhte Blutmenge in einem Körperteil oder Organ.

Anhand von Menstruationsbeschwerden lässt sich gut erklären, was es mit einer passiven Hyperämie auf sich hat. Viele Frauen leiden in der Zeit vor oder während der Menstruation unter Unterleibsschmerzen. Der Unterleib fühlt sich geschwollen, schwer und schmerzhaft an. Oft strahlen die Schmerzen über den Rücken und Oberschenkeln aus. Diese Schmerzen werden von Schwellungen verursacht, die wiederum durch eine erhöhte Blutmenge im Unterbauchbereich entstehen. Durch eine Behinderung des Blutabflusses entsteht ein Sauerstoffmangel, der sich negativ auf die Organe und Nerven auswirkt und als Menstruationsbeschwerden wahrgenommen wird.

Die aktive Hyperämie bezeichnet ebenfalls eine erhöhte Blutmenge, diese kann allerdings abfließen, bzw. zirkulieren und somit die Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgen.

Yoga fördert die aktive Hyperämie und somit die Genesung

Damit wird verständlich, auf welche Weise Yoga bei Krankheiten die Genesung unterstützen kann. Durch die optimale Versorgung der Organe und Zellen mit Blut und Sauerstoff. Um dieses zu erzielen, sind besonders zwei Yoga-Stellungen interessant. Einmal der „Schmetterling“, der vielen auch als Schustersitz oder Schneidersitz bekannt ist. Es heißt, dass indische Schuster, die in der Haltung ihrer Arbeit nachgehen, niemals an Unterleibserkrankungen leiden würden. Weder hätten sie Darmerkrankungen oder Erkrankungen der Prostata oder Blase, da der „Schmetterling“ die Durchblutung des kleinen Beckens aktiv fördert. Daher ist diese Stellung auch ideal für Frauen, die an Menstruationsbeschwerden leiden.

Eine andere sehr gute Stellung zur Förderung der aktiven Hyperämie ist die Umkehrstellung oder auch Kopfstand, Kerze oder Halbkerze genannt. Es kommt bei dieser Stellung zu einer Durchblutungsförderung, unter anderem auch in der Schilddrüse, die dadurch stimuliert und gestärkt wird.