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Dienstag, 11-04-2017

Anwendung von Yoga bei Erkrankungen

Yoga kann bei zahlreichen Erkrankungen angewendet werden. Da dieses Thema bücherfüllend ist, beschränken wir uns auf einige wenige Erkrankungen, die mit Yoga gelindert werden können.

Zuvor muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass folgende Anwendungen und Beschreibungen keinen Arztbesuch ersetzen können. Bei anhaltenden Schmerzen oder Symptomen wenden Sie bitte an Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Yoga bei Kopfschmerzen

Der Kopfschmerz ist in der Regel ein Symptom für eine bestehende leichte oder schwerere Erkrankung. Besonders in der Erkältungszeit und bei Stress leiden viele Menschen unter Kopfschmerzen. Wenn keine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt, kann Yoga Kopfschmerzen lindern.

Die erste Übung ist die „Kopf-zu-den-Füßen-Stellung“. Die Hände werden dabei zu den Füßen geführt, das Gesicht zeigt zu den Knien. Diese streckende Stellung kann funktionelle Störungen lindern.

Die zweite Übung nennt sich „Kuhkopf“ und ist besonders empfehlenswert, wenn der Kopfschmerz durch Nackenverspannungen, bzw. durch Erkrankungen der Halswirbelsäule hervorgerufen wird.

Zusätzlich kann die Atemübung „Sitali“ den Blutandrang zum Kopf lindern.

Yoga gegen Müdigkeit

Auch Müdigkeit ist ein Symptom für verschiedene Krankheiten unterschiedlichen Grades. Dazu zählen insbesondere auch Schlafstörungen, Erschöpfungszustände und psychische Erkrankungen.

Asanas als Übungen haben sich gegen Müdigkeit jeglicher Art bewährt. Asanas sind Stellungen, die im Hatha Yoga vorkommen und Körper und Geist harmonisieren.

Als Übungen werden Zange, Hände-zu-Füßen-Stellung, Pflugstellung, Ohr-Knie-Stellung, Halbkerze, Kerze und der Kopfstand empfohlen. Die Atemtechnik Ujjayi mit Anuloma (Einatmen und verzögert, langsam ausatmen) kann bei nervöser, psychisch und muskulärer Ermüdung hilfreich sein, da diese Technik den Körper optimal mit Sauerstoff versorgt und dadurch erfrischend wirkt.  Mudras, das sind spezielle Gesten mit den Händen, sollen Energieverlust entgegenwirken und den Körper mit frischer Energie versorgen.

Yoga gegen Rückenschmerzen

Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit sind häufig von Rückenschmerzen betroffen. Bei organischen Rückenschmerzen ist ein Arztbesuch angeraten. Bei Rückenschmerzen, die durch starke Beanspruchung, falsche (Sitz)-Haltung oder Depressionen zurückzuführen sind, können folgende Übungen Linderung verschaffen: Hundeschnauze, Diamantsitz, Zange und Kamel.

In diesem Leitfaden finden Sie auch spezielle Yogaübungen für das Büro, damit Sie Rückenschmerzen vorbeugen können.

Yoga gegen Lampenfieber

Das sogenannte Lampenfieber ist nicht nur bei Künstlern bekannt, sondern ist auch weit verbreitet unter Rednern und Schülern. Bei zuletzt genannten reden wir dann allerdings von Sprech- oder Prüfungsangst.  Neben starker Anspannung und Nervosität können auch Symptome wie Durchfall, Magenschmerzen, Zittern, Angst und Gedächtnisschwäche auftreten.

Atemübungen wie Nadi Sodana und Sitali helfen dem Betroffenen sich zu beruhigen. Die Leichenstellung zählt daneben zu den wirksamsten Übungen und ist von jedem durchführbar. Durch die Leichenstellung erfährt der Betroffene tiefe Entspannung. Diese Übung sieht einfach aus, weil der Betroffene sich scheinbar dazu nur flach auf den Boden legen muss. Doch zählt diese Übungen zu den schwierig erlernbaren.

Daneben kann die Marici-Stellung probiert werden. In manchen Fällen ist das Lampenfieber so stark, dass es unmöglich auszuhalten erscheint. In diesen Fällen können homöopathische Mittel wie Arnika, Gelsemium und Ignatia unterstützend wirken.