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Donnerstag, 13-04-2017

Anusara Yoga

Anusara Yoga - Folge dem Herzen

Anusara Yoga basiert auf dem körperbetonten Hatha Yoga und hat seinen Ursprung in Amerika. Der Yogalehrer John Friend entwickelte vor etwa 15 Jahren diesen körperlich anspruchsvollen Stil, der die perfekten Yogahaltungen aus dem Inneren heraus aufbaut. Neben den traditionellen Erkenntnissen spielt die moderne Biomechanik bei der Durchführung der Übungen eine große Rolle.

John Friend - Begründer des Anusara Yoga

Schon als Teenager beschäftigte sich John Friend, der 1959 geboren wurde, mit ganz unterschiedlichen Yogastilen von Ashtanga bis Sivananda Yoga, bis er schließlich beim Iyengar Yoga landete und sich in diesem Stil ausbilden ließ. Seit 1980 unterrichtet Friend selbst Yoga; dabei beschäftigte er sich immer auch intensiv mit den modernen Erkenntnissen der Physiologie und philosophischen Gedanken. Im Jahr 1997 gründete er als Kombination seiner Erfahrung und dem gewonnenen Wissen aus seinen autodidaktischen Studien seine eigene Yogarichtung, das Anusara Yoga, das mittlerweile weltweit immer beliebter wird. Einer der Gründe für die Popularität ist die lebensbejahende Philosophie, ein anderer der Zuschnitt auf die Bedürfnisse der Menschen in der westlichen Welt.

Anusara Yoga für den Morgen

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Meditation Anusara Yogi Bridget

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Grundsätze des Anusara Yoga

Asanas (die Körperübungen im Yoga), Pranayama (die Atemkontrolle) und Meditation bilden die Eckpfeiler des Anusara Yoga. Besonders die Asanas sind bemerkenswert, denn anders als beim Hatha Yoga, das vor über 500 Jahren entwickelt wurde, sind hier die Übungen an die Bedürfnisse des modernen Menschen angepasst. Die Konstitution unserer Körper unterscheidet sich durch das viele Sitzen und die oft unterentwickelte Muskulatur von der der Inder aus dem 15. Jahrhundert. Demzufolge müssen auch die Übungen, insbesondere deren Aufbau, angepasst werden. John Friend hat dies beim Anusara Yoga umgesetzt, indem er die klassischen, körperlich kräftigenden Asanas aus dem Hatha Yoga mit den Prinzipien der Biomechanik kombiniert hat.

Doch Anusara Yoga ist nicht nur Körperübung, auch auf den spirituellen Aspekt wird großer Wert gelegt. Das Sanskritwort "Anusara" bedeutet übersetzt "sich mit der göttlichen Kraft verbinden und dem Herzen folgen". Dies wird durch Herzsprache und Herzöffnung erreicht, die wichtige Elemente in den Yogastunden darstellen. Ziel und Effekt dieser Übungen, die in Form von Atmungs- und Meditationssequenzen stattfinden, ist die Förderung des individuellen Wachstums. Das Wesen des Yogas ist es, den Schüler nicht zu belehren, sondern ihm Möglichkeiten aufzuzeigen, sich weiterzuentwickeln. Dieses Prinzip wird auch im Anusara Yoga umgesetzt.

Die biomechanischen Prinzipien im Anusara Yoga

Wie der Name vermuten lässt, befasst sich die Biomechanik mit den Funktionsprinzipien biologischer Systeme. Im Anusara Yoga werden diese Erkenntnisse präzise umgesetzt, bei den einzelnen Körperübungen wird genau darauf geachtet, dass die Ausrichtung der Körperteile zueinander den biomechanischen Grundsätzen folgt. Dies hat zum einen den Effekt, dass auch bei Menschen, die sich bisher wenig bewegt haben, kaum Verletzungsgefahr durch Überdehnung oder Zerrung besteht. Darüber hinaus führt es den Übenden nach und nach zu einer optimalen Körperhaltung, die den Energiefluß im Körper und damit Gesundheit und Wohlbefinden verbessert. Geübt wird dynamisch, das heißt in der Bewegung. Damit grenzt sich das Anusara Yoga vom Hatha Yoga mit seinen häufig statischen Übungen ab.