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Dienstag, 25-07-2017

Bodyforming mit Hatha-Yoga

Es gibt viele Wege zu einem gesunden, sportlichen Körper – Hatha-Yoga ist einer von ihnen, der selbst für Sportmuffel geeignet ist. Beim Yoga geht es nämlich nicht darum, wie viele Übungen (Asanas) ausgeführt werden, wer besser ist oder wer in schnellster Zeit sein Ziel erreicht.

Yoga kann im Wohnzimmer, ja sogar im Büro ausgeführt werden, dazu wird kein Fitnessstudio benötigt. Auch spielen Wind und Wetter keine Rolle oder besondere Trainingskleidung. Deswegen ist Yoga auch für fast jeden geeignet. Für Berufstätige, Schwangere, Kinder, ältere und kranke Menschen, sofern nichts dagegenspricht.

Mit Yoga abnehmen?

Wer mit Yoga auf die Schnelle ein paar Pfunde loswerden möchte, der wird enttäuscht sein, dass es nicht funktioniert. Genauso wenig, wie Crashdiäten funktionieren, weil die Gewichtsabnahme innerhalb weniger Tage nur auf einen Wasserverlust zurückzuführen ist. Es ist Sinn der Werbung, den Menschen das zu versprechen, was sie sich am Sehnlichsten wünschen – man sollte sich jedoch immer die Tatsachen ansehen. So müsste ein erwachsener Mensch beispielsweise auf ca. 7000 kcal verzichten (oder abtrainieren) um 1 Kilogramm Körpergewicht zu verlieren. Bei einem guten Umsatz benötigt ein körperlich arbeitender Mensch ca. 2000 kcal am Tag. Daraus kann man schlussfolgernd, dass es selbst bei einer Null-Diät 3 Tage dauert, bis tatsächlich 1 Kilogramm Körpermasse (nicht Wasser) abgenommen wurden. Bei einer Nulldiät verliert der Mensch allerdings eher Muskelmasse statt Fett.

Und genau da hilft Yoga beim Abnehmen – indem durch die Asanas Muskeln trainiert und aufgebaut werden. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, umso größer wird der Gesamtumsatz. Bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme nimmt der Übende dann ganz von selbst ab. Zusätzlich kommt der Kreislauf in Schwung, der Stoffwechsel wird angeregt und die Verdauung gefördert. Ebenfalls wichtige Faktoren für eine gesunde Gewichtsreduktion.

Noch eine kleine Anmerkung: Muskeln wiegen mehr als Fett. Wenn Sie mit den Yoga-Übungen beginnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie in den ersten Wochen keine nennenswerte Änderung auf der Waage verzeichnen können.

Ein positives Körpergefühl

Ganz gleich, ob ein paar Pfunde oder auch mehr, zu viel sind oder ob Problemzonen das Leben schwer machen – durch Yoga entsteht eine neue, positive Beziehung zum eigenen Körper. Von der Einstellung, dass man perfekt sein muss, sollte losgelassen werden. Es ist auch nicht hilfreich, für bestimmte „Problemzonen“ zu trainieren, denn der Körper sollte als Ganzes gesehen werden. Dabei hilft Yoga sehr, denn bereits nach wenigen Übungseinheiten macht sich ein Wohlgefühl breit, das ein Annehmen des eigenen Körpers, so wie er gerade ist, vereinfacht.

Yoga gegen Cellulite

Cellulite, Zellulite oder Organgenhaut ist eine Erkrankung des Bindegewebes und betrifft in der Regel Frauen. Da viele Frauen darunter leiden, widmen wir dem Thema hier einen Platz. Zellulite entsteht durch überschüssige Fettansammlungen im Bindegewebe, die dann zu den bekannten Dellen führen. Veranlagung spielt eine große Rolle, aber mit fettarmer Ernährung, Bewegung und Vitaminen lässt sich dem entgegenwirken. Sparen Sie sich das Geld für Cremes und Salben, die nachweislich gar nicht wirken können. Allenfalls können sie als teure Hautpflegemittel genutzt werden.

Hier nun unsere Tipps gegen Zellulite:

  1. Asanas fördern die Durchblutung und regen den Lymphfluss an. Die Muskeln werden gekräftigt, was wiederum das Bindegewebe strafft. Dadurch können Dellen teilweise oder ganz gemildert werden.
  2. Eine zu fettreiche Ernährung sollte gemieden werden.
  3. Frisches Gemüse und Vitamin C wirken sich positiv auf das Bindegewebe aus.
  4. Viel trinken, um Schlacken auszuspülen. Bestenfalls stilles Mineralwasser oder Leitungswasser. Aber auch Früchte-, Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte können problemlos genossen werden. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen.

Es ist sinnvoll die Asanas für das Bodyforming in einem Yoga-Kurs unter Anleitung eines Yogalehrers zu erlernen. Eine ganz wichtige Yogaregel besagt, dass nicht die Quantität der Asanas von Bedeutung ist, sondern mit welcher Qualität diese ausgeführt werden.